Waschhaus


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SANIERUNG ALTES WASCHHAUS, TÜBINGEN

Das ehemalige Waschhaus Bursa­gasse 2/1 liegt an prominenter Stelle im „Sanierungsgebiet Neckarfront“ der Tübinger Altstadt.
Die architektonische Haltung für die Sanierung dieses Kulturdenkmales setzte den Erhalt bzw. das Freilegen der originalen Bauteile an erste Stelle. Die Aussen­fassa­de mit Sandsteinlaibungen, die antiken Klappläden und Haustür, die Dach­ein­deckung aus Handstrich-Biber­schwän­zen konnten saniert werden. Die Belichtung des Dachgeschosses durch zwei bestehende kleine Schlepp­gauben an der Südseite war für die neu vorgesehene Nutzung völlig unzureichend.
Nach verschiedenen Versuchen entschied man sich schließ­lich in enger Abstimmung mit den Denkmalschützern für eine Lösung mit sechs Gauben, die in etwa die Größe der alten Gauben haben. Die regelmäßige Anordnung auf allen Dachflächen verstärkt die gestalterisch anspruchsvolle Ausprägung des Gebäudes mit seinen Eckquaderungen und derrepräsentativen Neckar­front­fassade. Im Inneren entstehen durch das paarweise Gegenüber der Fenster drei Lichtachsen, die mit der Symmetrie des Dachraumes korrespondieren.

Dort wo neue Bauteile eingefügt wurden (wie die neuen Gauben), war das Ziel in Harmonie mit dem Bestand eine Gestalt zu finden, die dennoch eindeutig als neu zu lesen ist. Die historische Treppe ins Dachgeschoß konnte saniert werden. Dieses sollte soweit wie möglich als ein Gesamtraum erhalten bleiben. Die Nebenräume wurden als geschlossene Kiste, einem Möbel gleich, eingestellt. Notwendige Bürotrennwände wurden verglast ausgeführt, auch um die einzelnen Räume nicht zu klein erscheinen zu lassen.


Sanierung „Altes Waschhaus“, Tübingen

Projekt: Wohn- und Geschäftshaus Glauburgstraße, Frankfurt am Main
Größe: 100 qm Nutzfläche
Auftraggeber: privat
Zeitraum: 1998-99
Fotos © Braun & Güth, Jean-Luc Valentin